Ganzheitliche, natürliche Frauen- und Kinderheilkunde
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Tipps bei Panikattacken

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1.Erkennen, dass man im Moment wieder eine Panikattacke hat.

Erkennen, ob es ein Notfall ist oder wieder eine Panikattacke. Wie hat sich die letzte Panikattacke angefühlt, welche Emotionen und Gedanken kamen hoch?

Wie lange hat die letzte Attacke gedauert? War sie nach kurzer Zeit wieder vorüber, ohne dass wirklich etwas lebensbedrohliches geschehen ist? Erinnern Sie sich daran.

Nehmen Sie die Panikattacke an, wie ein kurzer Schauer, der nach dem Sonnenschein kommt. Machen Sie sich keinen Stress oder Vorwürfe, dass sie wieder darunter leiden. Nehmen Sie sie als ein Teil Ihres Lebens an.

Versuchen Sie mit viel Ruhe und Geduld und den vorgestellten Tipps Ihre Panikattacke in den Griff zu bekommen und letztendlich zu bewältigen.

Sollten Sie zum allerersten Mal eine Panikattacke bekommen, dann sollten Sie unbedingt sofort Ihren Arzt aufsuchen, denn es könnte auch eine ernsthafte Erkrankung als Ursache dahinter liegen!

2. Kontrollieren Sie Ihren Atem

Sind wir in Angst und Panik, dann atmen wir schnell, oberflächlich und hektisch.

 

Daher jetzt langsam, bewusst und tief ein- und ausatmen. Unser Körper bekommt das Signal alles gut – kein Grund zur Panik.

Bei einer Panikattacke atmet man nur kurz und oberflächlich und so fühlt sich die Brust oft sehr angespannt an. Jetzt ist es wichtig tief aus dem Bauch zu atmen und die Lungen langsam und stetig zu füllen. Auf diese Weise kann man  die Anspannung in der Brust auflösen und damit auch das Angstgefühl.

3. 100 % reines, biologisches, ätherisches Lavendelöl zur Beruhigung

Ätherisches Lavendelöl beruhigt und wird  zur Linderung von Angstzuständen schon einige Zeit eingesetzt. Tragen Sie ein paar Tropfen auf Ihren Handrücken oder auf Ihr Handgelenk auf und riechen Sie regelmäßig daran. Der Duft läßt Sie entspannen.

Bitte kein Lavendelöl einsetzen, wenn gleichzeitig angstlösende Psychopharmaka wie etwa Benzodiazepine eingenommen werden (z. B. Diazepam, auch als Valium bekannt). Die Kombination der beiden kann zu verstärkter Schläfrigkeit führen.

4. Vorsicht mit Psychopharmaka

Bei Psychopharmaka  vor allem die Benzodiazepine können ein enormes Suchtpotential aufweisen, was bedeutet, dass man die Dosis immer wieder erhöhen muss, um eine Wirkung zu erzielen, da der Körper eine gewisse Toleranz den Mitteln gegenüber entwickelt.
Mit der höheren Dosis steigen auch die Nebenwirkungen, wie zum Beispiel

Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, eingeschränktes Denkvermögen.

 

Gerade bei älteren Menschen werden diese gerne mit einer einsetzenden Demenz verwechselt.

Setzt man das Mittel ab, können jene Situationen eintreten, gegen die man die Mittel ursprünglich genommen hat: Angst, Panik, Nervosität, Schlaflosigkeit.

Länger als vier Wochen sollten Psychopharmaka bei Panikattacken daher nicht eingenommen werden.

5. Für Ruhe sorgen

Panikattacken können durch Optische oder akustische Reize verstärkt werden. Daher suchen Sie sich nach Möglichkeit einen ruhigen Platz auf und lehnen sich mit dem Rücken zur Wand. Das gibt ein Gefühl von Halt und Sicherheit.  Schliessen Sie die Augen, konzentrieren Sie sich auf Ihre ruhige und tiefe Atmung und auf alle anderen Strategien.

Tritt die Panikattacke jedoch in einer ruhigen Umgebung ohne jede Reize auf, tun Sie genau das Gegenteil. Gehen Sie raus in den Garten oder in den Park, wo andere Menschen sind, schauen Sie sich die Blumen, Bäume an, wie Schön sie sind – bringen Sie sich auf andere schöne Gedanken.

6. Was triggert Ihre Panikattacke?

Trigger sind bestimmte Auslöser für Panikattacken, z.B. geschlossene, enge Räume, Menschenmengen, Alleinsein oder auch bestimmte Sorgen, z. B. Geldsorgen, wenn wieder eine Rechnung ins Haus flattert, von der man weiss, dass man sie nicht bezahlen kann.

Kennen Sie Ihren persönlichen Trigger, dann sollten Sie Ihn zuallererst vermeiden und langfristig behandeln lassen.

7. Sitzen Sie still bei Beginn der Panikattacke, dann bewegen Sie sich!

Laufen Sie eine Runde oder gehen von einem Raum in den Nächsten. Unsere alten Programme laufen – Panik, Angst – Energie wird mobilisiert, damit wir so schnell wie möglich weglaufen können und uns vor der Gefahr retten können. Unsere Muskeln entspannen sich, die Anspannung wird abgebaut.

 

Bauen Sie regelmäßig Bewegung in Ihr Leben ein. Überschüssige Energie wird abgebaut. Energie, die eine Panikattacke gefördert hätte.

  • Laufen stärkt die Muskulatur und sorgt dafür, dass diese in Bewegung und damit locker bleibt. Dagegen begünstigen verspannte Muskeln Angstzustände.
  • Beim Laufen werden Endorphine, Stoffe, die glücklich und entspannt machen ausgeschüttet - Panikattacken werden reduziert.
  • Laufen baut Cortisol ab, ein Stresshormon, das auch an der Entstehung von Ängsten beteiligt ist.
  • Laufen trainiert das Herz-Kreislauf-System, es sorgt für gesunde Lungen und einen gesunden Atemrhythmus, so dass es bei einer Panikattacke leichter fällt, das richtige Atemmuster zu finden, um aus der Panik wieder auszusteigen.

8. Seien Sie achtsam

Während einer Panikattacke formt man sich gedanklich seine eigene Welt und damit seine eigene Realität, die nichts mit der wirklichen Realität gemeinsam hat. Beim Achtsamkeitstraining richtet man seine Aufmerksamkeit ganz bewusst, weg von der Quelle der Angst oder Sorge hin zu anderen Dingen.

a. Suchen Sie nach 5 verschiedenen Gegenständen in Ihrer Nähe und beschäftigen Sie sich mit diesen.

Gegenstände, wie z.B. ein Buch, ein Glas, eine Topfpflanze, ein Drucker, ein Lippenpflegestift. Was fällt Ihnen dazu ein? Die Topfpflanze von meiner Mutter?? Seit wann habe ich Sie? Was mag sie oder was mag sie nicht? Wie stehe ich zu der Pflanze?

b. Richten Sie Ihr Gehör auf 4 verschiedene Geräusche aus

Vielleicht hören Sie den Rasenmäher Ihres Nachbarn. Was er heute morgen wohl gefrühstückt hat? In welcher Stimmung er wohl ist? Ob er gerne den Rasen mäht? Oder ob er lieber einen Rasenrobo kaufen würde?

Oder hören Sie das Geräusch des Schlüssels in der Haustür, wenn Ihre Frau/Ihr Mann nach Hause kommt?

c. Berühren Sie drei verschiedene Dinge, wie fühlen sie sich an – flauschig, kratzig? Sind sie warm oder kalt?

z.B. der Kaffee, der auf dem Esszimmertisch steht oder die Blumenvase.

d. Nehmen Sie zwei verschiedene Gerüche wahr.

Welche Erinnerungen tauchen in Ihnen auf, wenn Sie sie bewusst einatmen?

e. Nehmen Sie etwas in den Mund und nehmen Sie ganz bewusst den Geschmack wahr

z.B. Honig und danach Senf. Wo ist der Unterschied. Oder in der Natur – wie schmeckt das essbare Blatt oder wie fühlt es sich an?

9. Spannen Sie bewusst Ihre Muskeln an und entspannen Sie sie

Lernen Sie progressive Muskelentspannung nach Jacobson, so dass Sie sie bei einer aufkommenden Panikattacke sofort einsetzen können. Entspannte Muskeln lassen auch eine Panikattacke schneller verschwinden

10. Erschaffen Sie sich einen Traumort

Machen Sie Ihre Augen zu und erträumen sich einen Ort, an dem Sie gerne sind. Das kann am Meer sein oder in den Bergen, mit Bachrauschen oder mit Vogelgesang. Ganz nach Ihren Wünschen.

Sobald eine Panikattacke auftritt, schliessen Sie die Augen und begeben sich in Gedanken an diesen Ort. Stellen Sie sich jede Kleinigkeit detailliert vor. Was tragen Sie? Wie sieht es dort aus? Wie ist das Wetter an diesem Ort? Wie fühlt sich der Boden an, wenn Sie barfuss über den weissen Strand laufen, über die dicken Teppiche Ihrer Villa wandeln oder den moosbewachsenen Pfad in einem Märchenwald entlang spazieren. Auch das entspannt und läßt Ihre Panikattacke schwinden.

11. Beschäftigen Sie sich mit Mantras und entwickeln Ihr eigenes

Ein Mantra ist ein Wort oder Satz, den man sagt oder auch singen kann. Während einer Panikattacke spricht man dann mehrmals sein Mantra, z.B. „alles wird wieder gut – ich habe nichts zu befürchten.“

Das Mantra reguliert den Atem und entspannt die Muskeln.

12. Üben Sie sich in Meditation und machen Sie Atemübungen

Regelmässiges Meditieren baut Stress ab. Man übt regelmäßig Friedfertigkeit und lässt den Atem ruhig und regelmäßig fließen.

13. gesunder Lebensstil

14. Nutzen Sie eine App für Panikattacken oder führen Sie Ihre Tipps bei sich

Eine App kann helfen, die Bewältigungsstrategien wieder hervorzurufen, vor allem wenn man Sie in der Panik vergessen hat. Oder schreiben sie Ihre Tipps ganz altmodisch auf einen Zettel und führen Ihn immer bei sich.

15. Auch andere Menschen leiden darunter – suchen Sie Ihresgleichen!

16. Klopfakupressur lernen – Meridiane gleichen sich aus – man wird ruhig.

16. Bei Panikattacke im Büro – eine Person Ihres Vertrauens einweihen und Anweisungen geben, wie Sie im Fall des Falles reagieren soll.

Wie hilft man einer anderen Person, eine Panikattacke zu stoppen?

Jeder sechste Erwachsene in Deutschland soll an einer Angststörung leiden. Daher wäre es gut schnellstmöglich behilflich zu sein.

  • Ruhe bewahren
  • Für ausreichend Platz sorgen. Ist man in einem öffentlichen Ort, davon weg gehen (vor allem wenn die Panik davon  ausgelöst wurde)
  • Schlagen Sie vor, die Person an einen ruhigeren Ort zu begleiten – aber nur wenn die Person es auch möchte.
  • Erinnern, dass Panikattacken vorübergehen.
  • Erinnern Sie die Person daran, ruhig und tief zu atmen – machen Sie es am Besten vor. Atmen sie ruhig im Rhythmus.
  • Möglichst keine Fragen zur Panikattacke an sich stellen. Keine Beurteilung von negativen Aussagen der Person.
  • Sagen Sie keinesfalls, die Person solle sich doch einfach beruhigen (genau DAS ist es ja, was bei einer Panikattacke NICHT klappt), da es keinen Grund zur Sorge oder Angst gibt. Letzteres ist der Person oft bewusst, doch Sie hat dennoch Angst!
  • Bleiben Sie einfach bei der Person, geben Sie ihr das Gefühl, dass sie nicht allein ist und jemand da ist, der Verständnis hat. Bleiben Sie in Rufnähe, sollte die Person alleine sein wollen.
  • Auch die Klopfakupressur ist eine gute Selbsthilfemassnahme bei Angst, Stress und Panikattacken. Sollte Sie diese beherschen, zeigen Sie sie der Person.

 

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